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Donnerstag, 20.12.2018
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Frank Bonner
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…Wir hatten einen Kameraden… - Ehrenlöschbezirksführer Anton Pulch aus Bubach-Calmesweiler verstorben.

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Ehrenlöschbezirksführer Anton Pulch
Bubach-Calmesweiler. Die Adresse der Einsatzstelle, an der die Kameradinnen und Kameraden des Löschbezirks Bubach-Calmesweiler am Morgen des 20.12.2018 zur technischen Hilfeleistung tätig werden sollten, rief eine dunkle Vorahnung auf den Plan. Denn es war die Adresse des Kameraden der Altersabteilung und Ehrenlöschbezirksführers, Anton Pulch, der an dem frühen Morgen des 20.12.2018 im Alter von 82 Jahren verstarb.

Anton Pulch, welcher seit über 60 Jahren dem Löschbezirk Bubach-Calmesweiler angehörte, war von 1978 bis zu seinem Übertritt in die Altersabteilung, 1996, Löschbezirksführer des Löschbezirks Bubach-Calmesweiler. Er war zusammen mit der Generation der "jetzigen Altersabteilung", die "Ziehväter" vieler Feuerwehrkameradinnen und Kameraden, welche zurzeit im Löschbezirk Bubach-Calmesweiler der aktiven Wehr angehören. Zu diesen Kameraden der Altersabteilung blickte man fast "Ehrfurchtswürdig" auf und nahm ihre Erfahrungen im Feuerwehrdienst anerkennend an.

Anton Pulch war der Feuerwehr auch nach seiner "aktiven" Zeit sehr verbunden. So unterstützte er, zusammen mit seinen Kameraden der Altersabteilung, viele Veranstaltungen während der Jahre. Ebenso half "Toni" auch bei der Renovierung des Schulungsraumes tatkräftig mit. Jederzeit sind die Kameraden der Altersabteilung gern gesehene Gäste im Gerätehaus und immer angenehme Gesprächspartner, auch wenn es nicht nur um das Thema "Feuerwehr" geht.

Wenn Anton Pulch sich in seinem Wohnort Bubach befand und die Sirene die Feuerwehr zu einem Einsatz rief, folgte der obligatorische Anruf in der Funkzentrale des Gerätehauses und "Toni" erkundigte sich wo die Einsatzstelle sei beziehungsweise was anliege. Dies zeigt, dass "Toni" die Arbeit seiner Kameradinnen und Kameraden stets am Herzen gelegen hat.

Anton Pulch war ein Mitbegründer der Partnerschaft der Feuerwehr Längenfeld im Ötztal mit dem Löschbezirk Bubach-Calmesweiler, welche heute noch Bestand hat und Besuche in unregelmäßigen Abständen stattfinden. Zusammen mit dem verstorbenen Kreisbrandinspekteur Gerhard Groß war Anton Pulch mit der Führung des Katastrophenschutzzuges betraut, von welchem auch ein Löschfahrzeug in Bubach-Calmesweiler stationiert war. Unter seiner Löschbezirksführung fand der Umzug von der "alten" Unterkunft in Calmesweiler in das neu errichtete Gerätehaus an der Schule in Bubach statt. Ebenso wurde in seiner "Dienstzeit" das Löschfahrzeug HLF 8/12 beschafft und eingeweiht. Im Dezember des Jahres 2000 wurde Anton Pulch zum Ehrenlöschbezirksführer ernannt.

Anton Pulch prägte die Feuerwehr, und hier vor allem den Löschbezirk Bubach-Calmesweiler maßgeblich. Auch seine beiden Söhne Hardy und Jürgen sowie sein Enkel Jonas sind im Löschbezirk Bubach-Calmesweiler aktiv und führen die "Feuerwehrtradition" fort. Zu seiner Beerdigung am 27.12.2018 waren viele Kameradinnen und Kameraden von den aktiven und Alterswehren aller Löschbezirke erschienen, um "Toni" das letzte Geleit zu geben. Ebenso waren Kameraden von der Feuerwehr Längenfeld im Ötztal gekommen, um sich von dem Mitbegründer der Partnerschaft der beiden Feuerwehren zu verabschieden. Zahlreiche ehemalige Kameraden, welche durch Wohnortwechsel gar nicht mehr in der Umgebung von Bubach-Calmesweiler wohnen, nahmen an der Beerdigung teil. Dies zeigt die hohe Anerkennung, die Toni Pulch genoss.

In der immer schneller werdenden Zeit führen solche "traurigen Ereignisse" die Kameradinnen und Kameraden der aktiven- und Alterswehr aller Löschbezirke wieder zusammen. So war es auch erfreulich, dass die überwiegende Zahl der anwesenden "Feuerwehrleute" sich nach der Beerdigung noch im Gerätehaus des Löschbezirks Bubach-Calmesweiler einfanden, um im Kreise der "Feuerwehrfamilie" eine gemeinsame Zeit zu verbringen.

Das Mitgefühl aller Kameradinnen und Kameraden der aktiven, Alters- und Jugendwehr des Löschbezirks Bubach-Calmesweiler gilt seiner Partnerin "Siggi" sowie seiner Familie und Angehörigen. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken behalten. Gut Wehr lieber Toni.